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Europäisches Kulturerbe-Siegel: Bestandsaufnahme

Die Europäische Kommission zieht regelmäßig Bilanz über die Entwicklung und Wirkung des Europäischen Kulturerbe-Siegels, indem sie Kontroll- und Evaluierungsverfahren unter Einbeziehung aller Interessenträger durchführt.

Kontrolle

Die Jury für das europäische Kulturerbe-Siegel kontrolliert in Zusammenarbeit mit den EU-Ländern in regelmäßigen Abständen die ausgezeichneten Stätten. 

So soll sichergestellt werden, dass diese Stätten die Kriterien für die Vergabe des Siegels weiterhin erfüllen.

Die Jury setzt sich aus unabhängigen Fachleuten zusammen.

Die Kontrolle erfolgt alle vier Jahre nach dem im Anhang des Beschlusses Nr. 1194/2011/EU zur Schaffung der Maßnahme festgelegten Zeitplan. Die nächste Kontrolle der mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichneten Stätten steht 2024 an.

Ergebnisse des Kontrollberichts 2020

2020 kontrollierte die europäische Jury zum zweiten Mal die mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichneten Stätten und einigte sich auf folgende Schlussfolgerungen und Empfehlungen:

Alle Stätten erfüllen die Auswahlkriterien

Die Jury kam zu dem Schluss, dass alle im Jahr 2020 überprüften 38 Stätten weiterhin die Kriterien für das europäische Kulturerbe-Siegel erfüllen, da sie das Zugehörigkeitsgefühl zur EU, insbesondere bei jungen Menschen, stärken und den interkulturellen Dialog fördern.

Aus 4 mach 48

Seit der ersten Vergabe des europäischen Kulturerbe-Siegels 2013 ist die Zahl der Träger von vier Stätten in fünf Ländern auf 48 Stätten in 25 Mitgliedstaaten geklettert. Die mit dem Siegel ausgezeichneten Stätten konnten zwischen 2013 und 2020 vermehrt fruchtbare Partnerschaften untereinander oder mit anderen Partnern wie Bildungseinrichtungen aufbauen.

Flexible Maßnahmen erleichtern die Zusammenarbeit

In dem Kontrollbericht wurde hervorgehoben, dass das Europäische Kulturerbe-Siegel den Stätten Gelegenheit zur Zusammenarbeit untereinander bietet, wodurch viele örtliche Initiativen angestoßen wurden.

Mehr Unterstützung der Stätten soll Bekanntheit steigern

Die Agentur für das Europäische Kulturerbe-Siegel – das 2023 gegründete und im Rahmen des Programms „Kreatives Europa“ kofinanzierte Netzwerk der mit dem Siegel ausgezeichneten Stätten – hat sich auf Anraten der europäischen Jury für den Aufbau einer „praxisorientierten Gemeinschaft“ für das Kulturerbe-Siegel eingesetzt. Damit sollen die Kompetenzen und Ressourcen der Stätten und der nationalen Koordinatoren gestärkt werden.

Den Bericht 2020 und frühere Kontrollberichte finden Sie am Ende der Seite.

Evaluierung

Ein Fachausschuss – der nicht mit der Jury des Europäischen Kulturerbe-Siegels identisch ist – bewertet alle sechs Jahre das Europäische Kulturerbe-Siegel. Die nächste Evaluierung der mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichneten Stätten steht 2024 an.

Ergebnisse des Evaluierungsberichts 2018

Der Fachausschuss nahm 2018 die erste Evaluierung der Maßnahme für das europäische Kulturerbe-Siegel vor, um die zwischen 2011 und 2017 gemachten Fortschritte zu bewerten.

Für den Ausschuss zählten: 

  • Relevanz
  • Kohärenz
  • Effizienz
  • Steuerung
  • Wirksamkeit
  • europäischer Mehrwert

des Europäischen Kulturerbe-Siegels.

Sein Bericht ergab, dass die Hauptziele der Maßnahme für die Bedürfnisse der EU auch heute hochrelevant sind: das Zugehörigkeitsgefühl der Menschen zur Europäischen Union zu stärken und den interkulturellen Dialog zu fördern.

In dem Bericht wird empfohlen, die Maßnahme auszuweiten, indem die Narrative der Stätten verbessert werden. Damit würde zu ihrer engeren Zusammenarbeit und weiteren Entwicklung beigetragen.

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