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Culture and Creativity

Internationale Kulturbeziehungen

Stecknadeln in Form der Europa-Flagge auf einem Globus

Im Einklang mit dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union setzt sich die Europäische Union (EU) für die Förderung der vielfältigen Kultur Europas in ihren internationalen Beziehungen ein. Die EU ist Vertragspartei des Übereinkommens der UNESCO zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen von 2005, welches die wichtigste Gesetzgebung in diesem Bereich darstellt.

Seit 2007 ist die Förderung der Kultur als wesentlicher Bestandteil der internationalen Beziehungen der EU eines der drei Hauptziele der europäischen Kulturagenda. Dieses Engagement wurde im Rahmen der neuen europäischen Agenda für Kultur von 2018 erneuert.

Die außenpolitische Strategie der EU für Kultur

Um eine wirksame Strategie in Bezug auf die kulturellen Beziehungen zu entwickeln, hat die Kommission

  • im Rahmen der vorbereitenden Maßnahme „Kultur in den Außenbeziehungen der EU“ mit Unterstützung von Kultureinrichtungen und -organisationen einen groß angelegten Mapping- und Konsultationsprozess in 54 Ländern durchgeführt. Das Ergebnis war eine Reihe von Länderberichten, Abschlussberichten und Empfehlungen zur Entwicklung des strategischen Ansatzes für die Kultur auf EU-Ebene;
  • die wichtigsten Interessenträger zum Mehrwert sowie zu möglichen Zielen und Grundsätzen für einen stärker strategisch ausgerichteten Ansatz zur Kultur in den Außenbeziehungen der Union konsultiert.

Damit wurde die Grundlage für die Veröffentlichung der Gemeinsamen Mitteilung „Künftige Strategie der EU für internationale Kulturbeziehungen“, die den Eckpfeiler der internationalen kulturellen Zusammenarbeit der EU bildet, geschaffen. Mit der Strategie werden im Wesentlichen drei Ziele verfolgt:

1. Erschließung des Potenzials des Kultur- und Kreativsektors für eine nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung

Kultur ist eine Quelle inklusiven Wachstums und schafft Arbeitsplätze. Der weltweite Handel mit kulturellen Erzeugnissen hat auch in den letzten Jahren trotz wirtschaftlicher Unsicherheit zugenommen.

2. Förderung des Friedens und Verhinderung von Radikalisierung durch interkulturellen Dialog

Interkultureller Dialog bringt Gesellschaften einander näher und hilft, Vertrauen aufzubauen. Er fördert auch die Wertschätzung kultureller Vielfalt und der Menschenrechte.

3. Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich des Kulturerbes

Das Kulturerbe ist ein wichtiger Ausdruck der kulturellen Vielfalt und muss geschützt werden. Durch Fortbildungen, den Ausbau von Kompetenzen und Maßnahmen für Wissenstransfer in Partnerländern kann die EU einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Kulturerbes in der ganzen Welt leisten.

Die Einbindung aller Interessenträger, denen eine aktive Rolle zukommt, in die neue Strategie ist von entscheidender Bedeutung für ihren Erfolg. Zu den Interessenträgern zählen

  • die Regierungen der Partnerländer;
  • lokale kulturelle Organisationen und die Zivilgesellschaft;
  • die Kommission;
  • der Europäische Auswärtiger Dienst;
  • das Europäische Parlament;
  • andere EU-Organe;
  • die EU-Mitgliedstaaten und ihre Kultureinrichtungen. 

In Anlehnung an diesen Rahmen haben verschiedene Akteure einen strategischen Ansatz zur Rolle der Kultur in den Außenbeziehungen der EU gefordert:

Regionale Zusammenarbeit

Die EU fördert die kulturelle Zusammenarbeit und den politischen Dialog mit Ländern außerhalb der EU durch regionale Gruppen, internationale Organisationen und individuelle Beziehungen zu einzelnen Ländern.

Kandidatenländer und potenzielle Kandidatenländer

Das EU-Programm Kreatives Europa unterstützt Europas Kultur- und Kreativsektor. Die gesamte Region ist am Unterprogramm Kultur des Programms Kreatives Europa beteiligt.

Im Rahmen des Instruments für Heranführungshilfe (IPA) werden die westlichen Balkanstaaten bei ihrer Vorbereitung auf den Beitritt zur EU unterstützt, und die grenzübergreifende Zusammenarbeit wird erleichtert, indem bilaterale und regionale Unterstützung kombiniert werden. Beispiele für Maßnahmen im Rahmen dieses Instruments sind die gezielte Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Projekte der kulturellen Zusammenarbeit mit den westlichen Balkanstaaten und die gemeinsame Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgütern in den westlichen Balkanstaaten durch die EU und die UNESCO.

Das Instrument für Informationsaustausch und technische Unterstützung (TAIEX) und das Twinning-Programm.

Interreg B zur Unterstützung der transnationalen Zusammenarbeit. Drei der Interreg-B-Programme (ADRION (Region Adria und Ionisches Meer), DANUBE (Donauraum) und „Balkan-Mediterranean“ (Balkan-Mittelmeer)) decken teilweise den westlichen Balkan ab.

Länder der Europäischen Nachbarschaft

Die kulturelle Zusammenarbeit ist Teil der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) der EU, die folgende Länder umfasst: Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Moldau, Palästina, Syrien, Tunesien und Ukraine.

Kulturprojekte werden über das Europäische Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument (ENPI) finanziert. Dieses Instrument umfasst bilaterale, regionale und grenzübergreifende Kooperationsprogramme, das Instrument für Informationsaustausch und technische Unterstützung (TAIEX) sowie das Twinning-Programm.

Im Rahmen des EU-Programms Kreatives Europa 2014-2020 wurde die Zusammenarbeit weiterentwickelt, indem Ländern die uneingeschränkte Teilnahme ermöglicht wurde, sofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt waren. Armenien, Georgien, Moldau, Tunesien und die Ukraine nahmen an dem Programm teil.

Südliche Partnerschaft

Die Beziehungen der EU zu der Region orientieren sich an dem europäischen Konsens über die Entwicklungspolitik, der Globalen Strategie der EU und der überarbeiteten Europäischen Nachbarschaftspolitik. Im Strategiepapier für die Region Süd 2014-2020 wird der Aufbau dieser Partnerschaft als ein Ziel genannt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Unterstützung der Zivilgesellschaft und auf verbesserten Möglichkeiten für den Austausch und den Kontakt zwischen den Menschen unter besonderer Berücksichtigung der Jugend liegt. Zu den Prioritäten des Mehrjahresrichtprogramms für die Region Süd gehören der Aufbau von Resilienz und die Förderung von Stabilität, einschließlich Kultur und Jugend.

Dies führte zur Finanzierung eines neuen Programms zur Unterstützung von Jugend und Kultur in der südlichen Nachbarschaft. Die Jugendkomponente dient der Förderung der aktiven Beteiligung junger Menschen am Aufbau inklusiver und demokratischer Gesellschaften im Rahmen des SAFIR-Projekts. Mit der Kulturkomponente soll die Kultur als Vektor für Beschäftigung, Demokratisierung, Toleranz und Resilienz in der Region unterstützt werden. Vor 2018 begleitete das regionale Programm Med-Culture neun Partnerländer im südlichen Mittelmeerraum bei der Entwicklung und Verbesserung kulturpolitischer Maßnahmen und Praktiken im Kulturbereich.

Östliche Partnerschaft

Die Östliche Partnerschaft der EU bietet einen Rahmen für die kulturelle Zusammenarbeit im Rahmen der multilateralen Plattform 4 „Kontakte zwischen Menschen“.

Das Programm EU4Culture zielt darauf ab, die Verbindungen zwischen Kultur, Wirtschaftswachstum sowie der Förderung des interkulturellen Dialogs und interkultureller Erfahrungen zu stärken.

Das Kulturprogramm der Östlichen Partnerschaft unterstützte in den Partnerländern die Reform der Kulturpolitik auf Regierungsebene und trug dazu bei, die Professionalität von Akteuren des Kultur- und Kreativsektors zu verbessern. Neben den Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau wurden im Rahmen des Programms zahlreiche Projekte mit Schwerpunkt auf der Reform der Kulturpolitik unterstützt.

Entwicklungsländer

Als Ergebnis der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zielen die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) darauf ab, nachhaltige Entwicklung für alle Wirklichkeit werden zu lassen. Die Kultur trägt zu mehreren SDG bei; durch ihre Funktion als Impulsgeber und als wichtige Komponente der menschlichen Entwicklung kann die Kultur zu Folgendem einen Beitrag leisten:

  • Wirtschaftswachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen;
  • Förderung des interkulturellen Dialogs;
  • Achtung der Menschenrechte und der demokratischen Werte;
  • Entwicklung einer aktiven Zivilgesellschaft;
  • Vorbeugung von Konflikten;
  • soziale Inklusion.

Im Einklang mit dem europäischen Konsens über die Entwicklungspolitik hat die EU Maßnahmen im Kulturbereich in einen großen Teil ihrer Entwicklungsarbeit einbezogen. Im Mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 hat die Europäische Union 300 Mio. EUR in Maßnahmen zur Entwicklung der Zusammenarbeit im Rahmen kultureller Partnerschaften investiert, insbesondere über das Finanzierungsinstrument für die Entwicklungszusammenarbeit, das Europäische Nachbarschaftsinstrument, den Europäischen Entwicklungsfonds und Horizont 2020. 

Die jüngsten Projekte zielen auf Folgendes ab: Wiederaufbau des Kulturerbes und Tourismus, Förderung von Beschäftigungsmöglichkeiten und Entwicklung von Kompetenzen, Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft und ihrer Governance für die sozioökonomische Entwicklung sowie interkulturellen Dialog, freie Meinungsäußerung und kulturelle Rechte für sozialen Zusammenhalt, Toleranz, Bürgerschaft, Frieden und Stabilität.

Die Fördermittel stammen unter anderem aus Programmen wie dem neuen AKP-EU-Kulturprogramm „Hin zu einer lebensfähigen Kulturwirtschaft“ (40 Mio. EUR), der Finanzierungsinitiative für die Kreativwirtschaft CREATIFI (20 Mio. EUR) und TransCultura, einem Kooperationsprogramm zum Kulturerbe in der Karibik (15 Mio. EUR).

Auf dem internationalen Kolloquium „Kultur für die Zukunft“, welches die Europäische Kommission am 16.-18. Juni 2019 in Brüssel veranstaltete, wurde das „Manifest Kultur für die Zukunft – Eine Vision von Kreativität, Innovation und Dialog für inklusive Entwicklung“ angenommen.

Strategische Partner

Darüber hinaus verfügt die EU über strategische Partnerschaften mit zehn Ländern: Brasilien, Kanada, China, Indien, Mexiko, Japan, die Republik Korea (Südkorea), Russland, Südafrika und USA.

Südkorea

Das Protokoll über kulturelle Zusammenarbeit zwischen der EU und Korea wurde 2009 im Rahmen des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Korea geschlossen. Mit dem Protokoll wird der Rahmen festgelegt, in dem die beiden Vertragsparteien zusammenarbeiten, um den Austausch kultureller Aktivitäten, Güter und Dienstleistungen, auch im audiovisuellen Sektor, zu erleichtern und die Bedingungen für diesen Austausch zu verbessern.

Gemäß dem Protokoll haben die EU und Korea einen Ausschuss für kulturelle Zusammenarbeit eingesetzt, der die Umsetzung des Protokolls überwachen soll. Treffen finden einmal jährlich abwechselnd in der EU und in Korea statt. Schwerpunkt der bisherigen Treffen waren die Zusammenarbeit in den Bereichen darstellende Künste (EU-Ehrengast der Veranstaltung „Performing Arts Market Seoul“ 2018), Architektur (Architekturauszeichnung für junge Talente) und Kulturerbe sowie die Zusammenarbeit zwischen Städten (Europäische Kulturhauptstädte) und im audiovisuellen Sektor.

China

Die Zusammenarbeit mit China im Kulturbereich wurde hauptsächlich im Rahmen des hochrangigen völkerverbindenden Dialogs organisiert. Die jüngste Ausgabe dieses Dialogs von 2017 umfasste ein Forum über die Zusammenarbeit zwischen den Kulturhauptstädten Europas und den Kulturstädten Ostasiens auf der Grundlage einer EU-Studie.

Weitere Initiativen mit China:

  • EU-China-Handelsprojekt II zur Förderung des politischen Dialogs über die Kultur- und Kreativwirtschaft durch den Austausch bewährter Verfahren;
  • gemeinsame Bestandsaufnahme der Kultur- und Kreativlandschaft in der EU und in China.

Internationale Organisationen

UNESCO

Die EU und alle ihre Mitgliedstaaten sind Vertragsparteien des Übereinkommens der UNESCO zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen von 2005. Das Übereinkommen dient als Rahmen für die Kulturpolitik der EU in ihren Außenbeziehungen, einschließlich Handel und Entwicklungszusammenarbeit.

Die EU und die UNESCO haben eine gemeinsame Erklärung herausgegeben, in der sie gemeinsame Werte bekräftigen, darunter die Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und vor allem das Recht auf freie Meinungsäußerung. Die UNESCO war ein aktiver Partner beim Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018 und führt derzeit mehrere EU-Projekte im Bereich des Kulturerbes durch.

Europarat

Der Europarat ist ein wichtiger internationaler Partner der EU, insbesondere im Bereich des Kulturerbes. Der Europarat war ebenfalls ein aktiver Partner beim Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018. Zu den laufenden gemeinsamen Projekten gehören „Der Faro Way: verstärkte Beteiligung am Kulturerbe“ zur Förderung der Grundsätze der Rahmenkonvention des Europarates über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft von 2005 und die Europäischen Tage des Kulturerbes.

Kultur und Handel

Die Kommission stellt sicher, dass kulturelle Aspekte bei allen multilateralen und bilateralen Handelsverhandlungen der EU berücksichtigt und audiovisuelle Dienste von diesen Verhandlungen ausgeschlossen werden. So hat die EU im Rahmen des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens zwischen den CARIFORUM-Staaten und der Europäischen Union zum Beispiel das Protokoll über kulturelle Zusammenarbeit geschlossen. Das Protokoll zielt darauf ab, den kulturellen und audiovisuellen Austausch innerhalb spezifischer Kooperationsrahmen im Einklang mit den wichtigsten Bestimmungen des UNESCO-Übereinkommens (Artikel 16 über die Präferenzbehandlung von Künstler/innen aus Entwicklungsländern sowie ihren kulturellen Gütern und Dienstleistungen) weiter zu fördern. Die Europäische Kommission unterstützt im Wege ihres Programms Kreatives Europa kulturelle und audiovisuelle Projekte mit Nicht-EU-Ländern.

Bereichsübergreifende Initiativen, EU-geführte Kulturplattformen und Auszeichnungen

Die vorbereitende Maßnahme „Europäische Räume der Kultur“ wird von der Gemeinschaft der europäischen Kulturinstitute (EUNIC) durchgeführt, mit dem Ziel, innovative Modelle der Zusammenarbeit zwischen europäischen und lokalen Akteuren in Drittländern zu ermitteln und kulturelle Projekte zu unterstützen, die für den lokalen Kontext relevant sind. Das US-amerikanische Projekt „The Grid“ ist zum Beispiel eine Kooperation von EUNIC Silicon Valley, der EU-Delegation in Washington D.C. und mehreren Partnern. Ziel des Projekts ist die Einbeziehung von künstlerischem Denken in die Entwicklung neuer Technologien sowie die Aufnahme von Gesprächen zwischen Künstler/innen, Technolog/innen und politischen Entscheidungsträgern aus Europa, dem Silicon Valley und darüber hinaus. Das Projekt „Urban Cult Lab'Africa“ bringt sechs FabLabs – digitale Fabrikationslabors – in Westafrika zur gemeinsamen Gestaltung kultureller Veranstaltungen, einschließlich Künstlerresidenzen, Live-Veranstaltungen und Ausstellungen, zusammen.

Es wurde eine EU-Plattform für Kulturdiplomatie zur Beratung über die auswärtige Kulturpolitik, zur Erleichterung des Networking, zur Durchführung von Maßnahmen mit Akteuren im Kulturbereich und zur Entwicklung von Schulungsprogrammen für kulturelle Führung eingerichtet. Auf der Grundlage von vier Jahren Erfahrung mit der Plattform für Kulturdiplomatie wurde im April 2020 eine Plattform für kulturelle Beziehungen mit globaler Reichweite ins Leben gerufen. Diese Plattform wurde von einem Konsortium unter Leitung des Goethe-Instituts gemeinsam mit dem Internationalen Netzwerk für zeitgenössische darstellende Künste, der Universität Siena und der Europäischen Kulturstiftung umgesetzt.

Die Architekturauszeichnung für junge Talente wird von der Mies-van-der-Rohe-Stiftung mit Unterstützung aus dem Programm Kreatives Europa vergeben. Bewerber aus bestimmten asiatischen und lateinamerikanischen Länder sind willkommen. Der Preis würdigt die Talente von kürzlich graduierten Architekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten und erleichtert ihnen die Interaktion mit den wichtigsten Interessenträgern des Sektors in Europa.

Schließlich sind die Delegationen und Büros der EU wichtige Partner beim Aufbau von Kooperationen und Partnerschaften mit kulturellen Interessenträgern vor Ort. Die EU-Delegationen können bei der Ermittlung lokaler Bedürfnisse und Möglichkeiten helfen und sorgen dafür, dass die Maßnahmen dem jeweiligen kulturellen Kontext vor Ort entsprechen, die lokale Bevölkerung einbeziehen und gleichzeitig den strategischen Zielen der EU dienen. Kulturelle Kontaktstellen in den EU-Delegationen werden für die kulturelle Dimension der Entwicklung und der Außenbeziehungen sensibilisiert, um bewährte Verfahren besser verbreiten zu können. 

Das künftige Instrument für Nachbarschaft, Entwicklungszusammenarbeit und internationale Zusammenarbeit (NDICI) wird das wichtigste Finanzierungsinstrument der EU für die Beseitigung der Armut und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung, des Wohlstands, des Friedens und der Stabilität für den Zeitraum 2021-2027 sein und auch die Unterstützung des Kultur- und Kreativsektors umfassen.

Das Programm Kreatives Europa, das einzige EU-Programm, das ausschließlich auf die Unterstützung des Kultur- und Kreativsektors ausgerichtet ist, wird im Zeitraum 2021-2027 in gewissem Umfang für die Zusammenarbeit mit Drittländern offen sein.